CHRISTIAN FRIEDEL

ALTER

Ich bin am 9.März 1979 in Magdeburg geboren.

AUSSEHEN

Ich bin 177 cm groß, habe braungrüne Augen und braunes Haar. Meine Figur würde ich als normal bezeichnen.

AUSBILDUNG

1998 ehielt ich mein Abitur nach 13 langen, mehr oder weniger spannenden Jahren Schulzeit. Englisch und Russisch (Grundkenntnisse) sind meine Fremdsprachen. Neben meinem einheimischen Dialekt "Sachsen-Anhaltinisch" kann ich noch Sächsisch und Berlinerisch sprechen. Ich habe bei der Johanniter Unfallhilfe Magdeburg meinen Zivilidienst verrichtet und am 11.September 2001 (kein Scherz!) begann meine Schauspielausbildung in München an der Otto Falckenberg Schule.

THEATER

Mein erstes Engagement hatte ich am Bayerischen Staatsschauspiel (06.2004 - 08.2006/ Gastengagement 09.2006 - 05.2009). Nebenbei war ich auf der anderen Straßenseite öfters Gast an den Münchner Kammerspielen (11.2004-06.2011). In dieser Anfangszeit hatte ich das Glück auch bei einer Produktion der Salzburger Festspiele ("Geschichten aus dem Wiener Wald", Regie: Barbara Frey, 2005) und beim 50.Bühnenjubiläum von Mario Adorf (September 2005) mitzuwirken.
Dann wurde ich ans Schauspiel Hannover ( 09.2006 - 08.2009) unter der Intendanz von Wilfried Schulz engagiert und folgte ihm ans Staatsschauspiel Dresden (seit 09.2009).

FILM

Nach einigen wenigen Kurzfilmen, hatte ich das Glück und die Ehre mit dem großartigen Michael Haneke im Jahr 2008 meinen ersten Spielfilm zu drehen - und dazu auch noch eine Hauptrolle. "Das weisse Band" kam 2009 in die deutschen Kinos. Danach folgte 2010 ein kurzer Dreh für den Film "Poulet aux prunes" ("Huhn mit Pflaumen") der Filmemacher Marjane Satrapi & Vincent Paronnaud die mit dem Film "Persepolis" international bekannt wurden. Dieser wunderschöne Film hatte bei den Filmfestspielen in Venedig seine erfolgreiche Uraufführung und kommt am 05.01.2012 in die deutschen Kinos. Meine nächste große Rolle spielte ich von März bis Mai 2011 neben Matthias Schweighöfer und Friedrich Mücke in der Verfilmung von Wladimir Kaminers Erfolgsroman "Russendisko" (Regie: Oliver Ziegenbalg). Man darf auf den Film gespannt sein, denn er ist sehr märchenhaft und stark atmosphärisch geworden. Ab dem 29.03.2012 kann man sich ein Bild in den Kinos davon machen. Nach diesem Dreh hieß es 13 Kilo abnehmen für eine weitere spannende Hauptrolle in dem Debütfilm der Regisseurin Franziska Schlotterer "Ende der Schonzeit", der im Sommer 2011 im Schwarzwald realisiert wurde und ebenfalls 2012 in die Kinos kommt.

MUSIK

Neben der Schauspielerei bin ich ein leidenschaftlicher Musiker. Salopp sage ich immer, das ich seit meiner Geburt singe und Musik förmlich aufsauge. Natürlich hatte ich schon immer den Traum Popstar zu werden und lebte ihn sogar bereits in meiner Grundschulzeit aus, in dem ich in den Hofpausen den Schulhof als Konzertbühne nutzte oder beim Fasching "erfolgreiche" Playback-Konzerte gab. Richtig ernst wurde es erst in den Neunzigern, denn da fing ich an mir das Klavier spielen selbst beizubringen, bekam erste Keyboards und gründete verschiedene Musikprojekte, oft zusammen mit meinem besten Freund Dennis. Unter den Bandnamen wie "Pashion", "Little Prince", "Horizon Next" entstanden unzählige Kassetten und später auch CD`s, die meist unter Freunden verteilt wurden und von mal zu mal professioneller wurden - den Democharakter aber nie verloren haben. Ein paar wenige Liveauftritte folgten immer mal wieder über die Jahre sehr verstreut, in München wurde aus dem Zwei-Mann-Projekt "Horizon Next" die fünfköpfige Band "IT", die sich aber nach meinem Umzug nach Hannover schnell wieder auflöste. In Hannover gab ich im Februar 2008 ein erstes Solokonzert unter dem Titel "minor Diary" - in der Media-Sektion könnt Ihr Videos davon anschauen. Nach diesem Erlebnis suchte ich eine Liveband für diesen Solopfaden und fand einige Musiker in Hamburg, mit denen ich an einer ersten EP und an einer ersten kleinen Tour arbeitete. Durch den Umzug nach Dresden wurde es zunehmend schwerer Probenzeiten zu finden und selbst die Produktion der kleinen EP stellte sich als schwierig heraus. Dennoch kam diese erste EP unter dem Titel "THE CLOSER E.P." im Frühjahr 2011 heraus, doch zu gemeinsamen Livekonzerten kam es leider nie, denn die Hamburger Formation zerbröckelte. Die Konzerte im März 2011 in Berlin, Dresden und Magdeburg waren aber bereits gebucht. Spontane Hilfe bekam ich von den befreundeten Musikern der Band POLARKREIS 18, bei denen ich noch im Dezember 2010 im Vorprogramm spielte und die ich durch eine ungewöhnliche Geschichte kennenlernte. Die kleine Tour war ein Erfolg, vor allem für mich - denn die Musiker hatten Lust weiter zu machen und somit gründete sich im April die Band, WOODS OF BIRNAM. Zur Zeit nehmen wir unser Debütalbum auf und ich kann nur sagen, ich bin überglücklich, denn menschlich und musikalisch ergänzen wir uns sehr gut. ich freu mich auf 2012, auf die Albumveröffentlichung und und und ... Das ist erst der Anfang!

AUSZEICHNUNGEN

Zuletzt habe ich mich sehr über den Erich Ponto Preis 2010 gefreut, der mir nach einer Vorstellung von "Don Carlos" im Schauspielhaus in Dresden vom Förderverein des Staatsschauspiels Dresden überreicht wurde. In München bekam ich 2005 den Merkur Förderpreis und beim 15.Schauspielschultreffen in Hannover 2004 erhielt ich von Wilfried Schulz überreicht einen Solopreis für meine Rolle des„Siegfried von Niederland" in "Die lustigen Nibelungen". Während meiner Schauspielschulzeit erhielt ich außerdem 2003 ein Stipendium des Theaters der Landeshauptstadt Magdeburg.

Im Filmbereich bekam ich im Jahr 2000 den Jugendvideopreis für meine Darstellung des "Scheißhaushannes" im gleichnamigen Kurzfilm. Mein erster "richtiger" Film war "Das weisse Band" unter der Regie von Michael Haneke. Für mich war und ist dieser Film ein Geschenk, ein großes Glück, eine Erfahrung die ich nie vergessen werde, eine besondere Auszeichnung. Der Film war überaus erfolgreich und erhielt u.a. eine OSCAR-Nominierung 2010 für in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" 2010, einen Golden Globe 2010 als "Bester nicht-englischsprachiger Film", 2009 den Europäischer Filmpreis 2009 in den Kategorien "Bester Film", "Bester Regisseur" und "Bester Drehbuchautor" und vielleicht die wichtigste Auszeichnung von allen, die Goldene Palme 2009 für den besten Film.

Neben der Schauspielerei macht es mir großen Spaß selber Regie zu führen. Das habe ich in der Vergangenheit des öfteren mit Jugendlichen gemacht, meist in Theaterjugendclubs. Ich hoffe später einmal das mit Schauspielkollegen auf professionellem Boden weiterzuführen. Das Schöne aber war, das zwei meiner Inszenierungen mit Jugendlichen zum Bundestreffen der Jugend-Clubs an Theatern eingeladen wurden - einmal im Jahre 2001 nach Mainz ("Salome" mit dem Theaterjugendklub des Theaters der Landeshauptstadt Magdeburg) und 2004 nach Dortmund ("Chew-Z" mit dem Jugendclub "M8 MIT" der Münchner Kammerspiele). 

Stand 03.01.2012

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